Tote leben länger

Das war der Titel unseres Jugendgottesdienstes vom vergangenen Sonntag (20.11.2005). Die Jugendlichen haben unter vier anderen Themen dieses Thema gewählt. Das war gar nicht einfach. Vor einigen Jahren haben zwei aus der Gruppe, ein Geschwisterpaar, ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren und der Vater eines Jungen hat schon etwas länger her Selbstmord begangen. Gar nicht einfach!

Die Verantwortliche für die Gruppe war deswegen verunsichert über dieses Thema. Aber sei es drum. Die Jugendlichen haben gewählt und wir haben dann den Gottesdienst durchgeführt. Sie haben sich toll engagiert, vom Plätzchenbacken, Lieder raussuchen, Anspiel aufführen, Musik finden und vieles mehr.

Ach ja, und dann die liebe Technik. Abends zuvor verabschiedete sich der Laptop, der für die Filmchen und Präsentationen gedacht war. Laptops „leben eben nicht länger“. Gott sei Dank haben wir noch Ersatz gefunden und konnten irgendwie alles draufspielen.
Und was kam bei Allem raus?

Ich denke, dass die Teens und Jugendlichen durch ihre Mitarbeit dichter zueinander gewachsen sind und die Gruppe einen festeren Halt bekam. Darüber hinaus konnten sie sich auch mal so richtig beweisen.

Und das Thema? Wie lief es damit?

Ich habe einfach erzählt wie es ist. Tote leben länger, sie haben auf der Erde entschieden, wo sie die Ewigkeit verbringen, bei Gott oder in der Hölle. Das klingt nun nicht gerade seelsorgerlich. Wirklich? Eines der wichtigsten Dinge für die Trauerarbeit ist, dass man bei der Wahrheit bleibt und nichts schön redet. Irgendwann kommt die Wahrheit ja doch raus. Spätestens dann, wenn man am eigenen Leib erfährt, dass Tote länger leben.

Seid alle lieb gegrüßt!

Wir wünschen Euch ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest.